Sprachtherapie für Kinder

Ihr Kind spricht später als andere, wird schwer verstanden, stottert oder tut sich beim Lesen schwer. Wir prüfen mit standardisierten Tests, was dahintersteckt — und sagen Ihnen ehrlich, wenn keine Therapie nötig ist.

Bildkarten, Handpuppe und Sprachspiele auf dem Tisch im Therapieraum für Kinder

Was wir behandeln

Sprachentwicklungsstörungen und Late Talker

Wenig Wörter, kurze Sätze, falsche Grammatik. Als Late Talker gilt ein Kind, das mit zwei Jahren weniger als 50 Wörter spricht und keine Zweiwortsätze bildet. Wir arbeiten spielerisch am Wortschatz und am Satzbau und zeigen Ihnen, wie Sie zu Hause anschließen.

Aussprachestörungen (Artikulation und Phonologie)

„Tuh“ statt „Kuh“, gelispeltes S, ausgelassene Laute. Wir unterscheiden, ob ein Laut motorisch nicht gebildet werden kann oder im Kopf noch nicht sortiert ist — die Therapie sieht in beiden Fällen anders aus.

Myofunktionelle Therapie

Zungenlage, Mundschluss und Schluckmuster. Häufig verordnet von der Kieferorthopädie vor oder während einer Zahnspange. Wir stimmen den Therapieverlauf direkt mit der kieferorthopädischen Praxis ab.

Redeflussstörungen: Stottern und Poltern

Wiederholungen, Blockaden, sehr schnelles und verwaschenes Sprechen. Wir arbeiten alters­abhängig: bei kleinen Kindern über die Sprechumgebung und die Eltern, bei Schulkindern zusätzlich mit direkten Sprechtechniken.

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS)

Das Gehör ist in Ordnung, aber im Störlärm geht alles unter. Typisch im Klassenraum. Wir trainieren Heraushören, Merken und Reihenfolgen und beraten zu Sitzplatz, Nachteilsausgleich und Hilfsmitteln.

Schriftspracherwerb und LRS-Begleitung

Wenn Lesen und Schreiben stocken und die Ursache in der Sprache liegt. Wir setzen an Lautunterscheidung, Silben und Regelwissen an — abgestimmt mit der Schule, ohne Nachhilfe zu ersetzen.

Eltern sind Teil der Therapie

45 Minuten pro Woche verändern eine Sprache nicht. Der Alltag tut es. Deshalb gehören die letzten Minuten jeder Einheit Ihnen: Was haben wir geübt, worauf achten Sie diese Woche, was lassen Sie bewusst sein.

  • Elternberatung

    Einzelgespräch von 45 Minuten, mit oder ohne Kind, auch ohne laufende Therapie.

  • Hospitation

    Sie sitzen in einer Einheit dabei und sehen, wie wir Korrektur und Lob einsetzen.

  • Übungen für zu Hause

    Fünf bis zehn Minuten täglich, in feste Situationen eingebaut: Anziehen, Weg zur Kita, Abendessen.

Rezept und erster Termin

Das Rezept stellen Kinderärzt:innen, HNO-Ärzt:innen oder Kieferorthopäd:innen aus. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen nichts dazu. Bringen Sie zum ersten Termin das Rezept, die Versichertenkarte, das gelbe Vorsorgeheft und — falls vorhanden — Berichte aus Kita, Schule oder Hörtest mit.

Anrufen E-Mail