Sprachtherapie für Erwachsene

Nach einem Schlaganfall, bei Parkinson oder nach einem Schädel-Hirn-Trauma verändert sich das Sprechen oft von einem Tag auf den anderen. Wir behandeln in der Praxis und bei Ihnen zu Hause — und beziehen Angehörige von Anfang an ein.

Für dringende neurologische Fälle halten wir wöchentlich Termine frei. Wartezeit in der Regel unter zehn Tagen.

Therapietisch mit Wortkarten, Notizblock und Trinkglas für die Arbeit mit erwachsenen Patientinnen und Patienten

Was wir behandeln

Aphasie (Sprachstörung nach Hirnschädigung)

Wörter sind da, kommen aber nicht heraus. Oder Gesagtes wird nicht mehr verstanden. Wir arbeiten an Wortfindung, Satzbau, Lesen und Schreiben — und daran, dass Verständigung im Alltag wieder gelingt, notfalls über Gesten, Schrift oder Bilder.

Dysarthrie (undeutliches Sprechen)

Die Sprechmuskulatur arbeitet nicht mehr präzise: leise, verwaschen, monoton, zu schnell. Wir trainieren Atmung, Stimmgebung und Artikulation und passen das Sprechtempo an.

Sprechapraxie

Die Bewegungsplanung fürs Sprechen ist gestört — dasselbe Wort gelingt einmal und im nächsten Moment nicht. Wir üben mit festen Silbengerüsten, Rhythmus und viel Wiederholung.

Parkinson und neurodegenerative Erkrankungen

Leise Stimme, wenig Mimik, Schluckprobleme. Wir arbeiten mit lautem, bewusst überdeutlichem Sprechen und sichern die Ergebnisse über regelmäßiges Eigentraining. Auch bei Multipler Sklerose, ALS und Demenz begleiten wir.

Dysphagie (Schluckstörung)

Husten beim Trinken, Steckenbleiben, wiederkehrende Lungenentzündungen. Diagnostik, Kostanpassung und Schlucktraining beschreiben wir ausführlich auf der eigenen Seite. Zur Schlucktherapie

Sprechen mit Trachealkanüle

Wir behandeln Menschen mit liegender Trachealkanüle in Abstimmung mit Pflegedienst und Klinik: Sprechventilnutzung, Schluckdiagnostik und Vorbereitung der Entwöhnung. Die Therapie nach Kehlkopfentfernung (Laryngektomie) bieten wir derzeit nicht an und vermitteln Sie an spezialisierte Kolleg:innen in Hannover weiter.

Für Angehörige

Viele Anrufe kommen von Töchtern, Söhnen oder Ehepartner:innen. Das ist gut so. Sie dürfen alles fragen, auch vor dem ersten Termin und ohne Rezept.

  • Gesprächsregeln

    Wir zeigen Ihnen, wie Sie Fragen stellen, ohne zu drängen — und wann Helfen dem Üben im Weg steht.

  • Übungen im Alltag

    Einkaufszettel, Telefonat, Zeitungsartikel: echte Aufgaben statt Arbeitsblätter.

  • Anträge und Wege

    Wir sagen Ihnen, welche Fachrichtung Folgerezepte ausstellt und wie ein Hausbesuch auf das Rezept kommt.

So beginnen wir

Das Rezept stellen Neurolog:innen, Hausärzt:innen oder die Klinik bei der Entlassung aus. Bringen Sie Arztbriefe, die Medikamentenliste und, wenn vorhanden, den Befund einer Schluckuntersuchung mit. Wenn der Weg zu uns nicht möglich ist, kommen wir zu Ihnen.

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